Nach fünf Jahren großer Koalition geht die FWG mit jungen und frischen Kräften und voller Zuversicht in den neuen Wahlkampf 2026. Mit 15 Listenplätzen und zahlreichen Kandidaten für fast alle Ortsbeiräte ist die FWG für die Kommunalwahl im März sehr gut aufgestellt.Als „Freie Wählergemeinschaft“ unterliegen wir keinen parteipolitischen Zwängen, der FWG liegen in erster Linie Usingen und seine Stadtteile am Herzen. Die FWG möchte in den nächsten fünf Jahren wieder Regierungsverantwortung übernehmen und „spürbare“ Politik für die Wählerinnen und Wähler machen. Spürbar im Sinne von sichtbar und wahrnehmbar oder noch einfacher gesagt: Was beschlossen wird muss schneller umgesetzt werden. Da nicht nur Usingen, sondern die Kommunen allgemein finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen, wird es in den nächsten Jahren darum gehen, verantwortungsvoll mit den städtischen Geldern umzugehen. Große Projekte wie der Feuerwehrstützpunkt, KiTa Kransberg, Sanierung der Bürgerhäuser binden ein Großteil des Kapitals und lassen wenig Spielraum für „nice-to-have“ Projekte.Nachhaltigkeit ist auch bei der Finanzierung neuer Projekte angesagt. Zukünftige Projekte müssen sich langfristig rechnen. Ein Wunschkonzert wird es in den nächsten Jahren nicht geben. Daher wird sich die FWG schwerpunktmäßig auf bereits angeschobene Projekte und deren Realisierung fokussieren.Die FWG beschränkt sich daher in ihrem Wahlprogramm auf Projekte, die bereits in der „Pipeline“ sind bzw. die man ohne zusätzliche Neuverschuldung realisieren kann.Da der FWG die Tradition sehr am Herzen liegt, werden freiwillige Leistungen für den Laurentiusmarkt, den Weihnachtsmarkt, sowie die Förderung der Usinger Vereine trotz knapper Kassen weiterhin unterstützt. Doch gehen wir zu den einzelnen Schwerpunkten ins Detail:Verkehr/MobilitätIn einer Flächenkommune wie Usingen, mit 7 Stadtteilen und einer Gemeindegebietsfläche von 55 km², wird der Individualverkehr immer eine große Rolle spielen. Der Ziel- und Quellverkehr sowohl in der Kernstadt selbst als auch aus und in die Stadtteile muss daher bestmöglichst gelenkt und abgewickelt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Durchgangsverkehr raus aus der Innenstadt.Die Nord-Ost-Umgehung (NOU) ist nach Meinung der FWG die Grundlage jeglicher struktureller Veränderungen des Verkehrs in der Innenstadt. Der Durchgangsverkehr beträgt ca. 50% des Verkehrsaufkommens in Usingen. Durch die NOU wird 90% des Durchgangsverkehrs aus der Stadt herausgenommen. Dies bedeutet, dass durch die NOU die jetzige Verkehrsbelastung um fast 50% reduziert wird. Die beiden Bundesstraßen können zu Stadtstraßen heruntergestuft werden. Die Stadt wird Straßenbaulastträger und hat die Gestaltung der Innenstadtstraßen selbst in der Hand. Verkehrskonzepte für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger können dann diskutiert und umgesetzt werden. An der NOU festhalten bedeutet aber nicht die Hände in den Schoß legen. Sondern Projekte umzusetzen, die jetzt schon zur Verbesserung der Verkehrsabläufe in der Innenstadt beitragen. Hierzu gehören die im letzten Jahr fertiggestellte Umbau der Bahnhofstraße mit Kreisel im Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Westerfelder Weg und die für dieses Jahr geplante Neugestaltung des Schlossplatzes und der Obergasse. Auch der Ausbau der S-Bahn bis Usingen findet trotz der gestiegenen Kosten weiterhin die Unterstützung der FWG. Wer zur Metropole Rhein-Main gehören will, muss auch verkehrsmäßig eng mit ihr verbunden sein. Wenn wir weiterhin am Diesel- oder Wasserstofftriebwagen zur Fahrt aus dem Usinger Land nach Frankfurt festhalten, wird die Taunusbahn das Attribut „Heckenexpress“ niemals los und der Hintertaunus bleibt die „Region hinter den Hecken“. Der Zug in die Rhein-Main-Region ist dann im wahrsten Sinne des Wortes abgefahren.
Feuerwehrstützpunkt
Der Neubau des Feuerwehrstützpunktes ist für die FWG auch weiterhin eine Herzensangelegenheit. Usingen als Mittelzentrum wird mit einer modernen Feuerwache ausgestattet, die den heutigen Anforderungen gerecht wird. Geräte- und Fuhrpark müssen dem neusten Stand der Technik entsprechen. Funktions-, Verwaltungs- und Sozialräume zur Nutzung von männlichen und weiblichen Rettungskräften werden umgesetzt. Die FWG hat sich dafür eingesetzt, dass das Projekt starten konnte und schon in den nächsten 1 – 2 Jahren abgeschlossen ist.
Aufenthaltsqualität, Sauberkeit, Sicherheit
Ein ganz großes Anliegen der FWG ist auch die Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung in der Innenstadt und den Stadtteilen. Eine hohe Aufenthaltsqualität ist nur mit Sauberkeit und Ordnung zu erreichen. Bei den Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes sieht die FWG noch sehr viel Luft nach oben. Nach der neuen Pflasterung der Gehwege und Plätze hat die Innenstadt schon ein wesentlich freundlicheres Gesicht bekommen. Nun gilt es, den Leerstand der Geschäfte in der Innenstadt weiter zu bekämpfen. Aber selbst bei Leerstand müssen die Schaufenster aus Sicht der FWG nicht mit Packpapier zugeklebt werden. Die FWG wird Anträge einbringen und den Hauseigentümern anbieten, ihnen bei der Gestaltung der leeren Schaufenster zu helfen. Kosten hierfür könnten über Sanierungsmittel getragen werden.Als weitere Maßnahme zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität ist nach Meinung der FWG eine öffentlichen Toilette dringend erforderlich. Als geeigneten Standort sieht die FWG den „Neuen Marktplatz“. Hier kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, da diese Toilettenanlage am Laurentiusmarkt und weiteren Aktivitäten genutzt werden kann. Ein großer Wunsch in Sachen Verbesserung der Aufenthaltsqualität wäre auch die Einrichtung eines Cafés im oberen Bereich des Schlossgartens. Dieser Wunsch wurde auch im Rahmen der Bürgerbeteiligung ISEK von vielen als Wunsch geäußert. Nach Meinung der FWG sei der Standort im Bereich des Rosengartens z.B. die Fläche hinter dem UCV Clubhaus hervorragend geeignet. Doch bei diesen Plänen machte das Denkmalamt leider nicht mit. So sollte die vom Amt freigegebene Fläche in der Nähe des Spielplatzes aus Sicht der FWG zügig umgesetzt werden. Die Pflege der öffentlichen Grünflächen, Sauberkeit auf öffentlichen Plätzen gerade an Wochenenden, Straßenreinigung, Heckenschnitte, Standorte für Glas- und Kleidercontainer sind Punkte, denen sich die FWG annehmen wird und Verbesserungen erzielen will.
Gewerbeflächen
Da in Usingen und Umgebung schon seit Jahren keine Gewerbeflächen angeboten werden, ist nach Meinung der FWG die Erweiterung des Gewerbegebietes zwischen L3270-Südtangente und 18-Morgenweg dringend erforderlich. Zur besseren fußläufigen Erreichbarkeit des Gewerbegebietes hofft die FWG auf baldige Realisierung der S-Bahnverbindung bis Usingen und der damit verbundenen Umgestaltung der Bahnsteige mit Fuß- und Radwegeverbindung vom Bahnhof in das Gewerbegebiet.
Baulandentwicklung
Neben der bereits vollzogenen Entwicklung der Bauflächen „Altes Krankenhaus“ und den Schulflächen in der Pestalozzistraße in der Kernstadt, sieht die FWG aber auch Entwicklungspotential in den Stadtteilen. In Eschbach und Merzhausen hat die FWG daher dem Flächenankauf bereits zugestimmt. Da die Stadt als Eigentümer der Baulandflächen die Entwicklung damit selbst in der Hand hat, kann sie auch dafür sorgen, dass nicht nur ökologische Mindeststandards (z.B. Einbau Regenwasserzisternen) eingehalten werden, sondern auch preisgünstiger Wohnraum für junge Familien geschaffen wird. Aber auch die Nachverdichtung muss weiter forciert werden. Zahlreiche Wohngebiete mit sehr große Grundstücken können nach wie vor nicht zum Bauen genutzt werden und das obwohl nachfolgende Generationen dies unbedingt brauchen.
Tourismus -Rad- und Wanderwege
Das Usinger Land verfügt über ein weit verzweigtes Radwegenetz, das vor einigen Jahren von den Kommunen im Taunus in Kooperation mit dem Kreis sehr gut ausgeschildert wurde. Einen Bedarf an neuen Radwegen sieht die FWG, bis auf eine Ausnahme, daher nicht. Die Ausnahme ist eine durchgehende Rad-und Fußwegeverbindung von der B456 (Autohaus Erlenhof) durch das Stockheimer Tal bis zum Stockheimer Weg. Diese Route könnte die Radfahrer, die auf dem R6 unterwegs sind, mitten durch Usingen führen und wäre auch als innerstädtische Rad- und Fußwegeverbindung sehr attraktiv. Mit Ausnahme dieser neuen Route legt die FWG ihr Augenmerk auf Unterhaltungsmaßnahmen wie Lückenschlüsse (Buchfinkenroute B 456- Hoher Berg), Oberflächenverbesserungen (Beund) sowie Beseitigung kritischer Kreuzungen.Um die Akzeptanz der Radwegeverbindungen in den Vordertaunus für Berufspendler per Rad zu erhöhen, wird sich die FWG auch für „radwegtaugliche Oberflächen“ auf den Strecken durchs Köpperner Tal oder über die Saalburg einsetzen. Auch das Wanderwegenetz im Usinger Land kann sich sehen lassen. Gerade in Zeiten der Coronaeinschränkungen waren viele Wanderer im Hintertaunus unterwegs und haben die Schönheit des Usinger Landes und die vielfältigen Wandermöglichkeiten schätzen gelernt. Der Parkplatz „Eschbacher Klippen“ z.B. war an den Wochenenden regelmäßig zu 100% belegt. Daher besteht jetzt die Chance, durch weitere Attraktivitätssteigerungen, die Wanderer weiterhin für das Usinger Land zu begeistern.Ein Antrag der FWG auf Ausweisung eines Premiumwanderweges „Usinger Land“ mit dem Naturdenkmal „Eschbacher Klippen“ als Anziehungsmagnet, einer Blockhütte mit Jausenstation, das Aufstellen von Ruhebänken und Raststationen aus naturbelassenem Holz wurde leider von den Mehrheitsfraktionen abgelehnt. Dass ein Premiumwanderweg die Wanderregion Taunus attraktiver macht, hat man allerdings an anderer Stelle verstanden. Der Taunus-Touristik-Service hat den von uns gewünschten Premiumwanderweg nun in der Planung.
Isek-Projekte und Stadtbilderhaltung
Für die FWG ist es ganz wichtig, dass die mit den Bürgern erarbeiteten Ziele der Stadtentwicklung in den letzten Jahren umgesetzt wurden. Die Neugestaltung des „Alten Marktplatzes“, der Innenstadtgehwege, der Wilhelmjstraße und der Scheunengasse haben die Aufenthaltsqualität der Innenstadt erheblich gesteigert. Die im letzten Jahr fertig gestellte Umgestaltung der Bahnhofstraße mit dem Kreisel im Bereich Einmündung Westerfelder Weg ist in den Augen der FWG ein Vorzeigeprojekt im Rahmen der Innenstadtentwicklung. Die FWG war übrigens, neben der CDU, die einzige Fraktion, die dieses Projekt von Anfang an ohne „wenn“ und „aber“ unterstütze und, wie man sieht, mit Erfolg. Skeptiker von FDP, Grünen und anfangs auch der SPD wurden eines besseren belehrt. Die FWG hofft, dass die letzten ISEK-Projekte, Erneuerung Obergasse und Neugestaltung SchloßplatzInnenhof CWS, genauso erfolgreich umgesetzt und die Aufenthaltsqualität und das Stadtbild erheblich verbessert werden. Einen besonderen Wert legt die FWG bei der Umsetzung von Projekten in der Innenstadt darauf, dass ortsbildprägende Gebäude erhalten bleiben.
Stabiler Haushalt, verlässliche Gebühren, keine unnötigen Satzungen
Wert legt die FWG darauf, dass sie in ihren politischen Entscheidungen frei von Parteizwängen ist. Sie möchte aber auch für den Bürger so viel individuelle Freiheit wie möglich erhalten. Daher lehnt die FWG Satzungen ab, die bis in die Privatsphäre von Grundstücken oder Wohnungen hineingreifen. Die FWG vertraut voll auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger. Eine „Lichtsatzung“ z.B. oder „Vorgärtensatzung“ oder Ähnliches wird es mit der FWG nicht geben.Die FWG wird sich auch weiterhin für gerechte Straßenbeiträge einsetzen. Die Kosten für die Erneuerung einzelner Stadtstraßen dürfen nicht nur den Anliegern aufgebürdet werden, sondern müssen auf mehrere Schultern verteilt oder am besten ganz abgeschafft werden. Solide Finanzen und realistische, langfristig angelegte Haushalspolitik waren und sind schon immer die oberste Priorität der FWG Usingen. Wir haben in den letzten 5 Jahren die Haushalte der Stadt Usingen mit unseren Stimmen unterstützt und mit dafür gesorgt, dass die wichtigsten Investitionen in unsere Infrastruktur getätigt wurden. Damit haben wir die Zukunftsfähigkeit der Stadt gestärkt. Als FWG haben wir uns in all den Jahren dafür eingesetzt, dass eine ausgewogene Balance zwischen sozialem und „freiem“ Wohnungsbau wieder hergestellt wird. Ganz wichtig sind neue Wohnbaugebiete für junge Familien im Eigenheimbau und neueGewerbeflächen, um die Usinger Finanzkraft zu stärken.Die von CDU und SPD in den letzten Jahren beschlossenen Steuererhöhungen (Grundsteuer) hält die FWG zwar unumgänglich, wird sich aber in den Jahren dafür einsetzten, dass es auch ohne Steuerhöhung geht. Wir müssen „den Gürtel“ enger schnallen und auf das „Eine“ oder „Andere“ verzichten.
Stärkung des Vereinslebens in Usingen
Als örtliche Freie Wählergemeinschaft liegt uns auch das Vereinsleben sehr am Herzen. Gerade nach „Coronazeiten“ hatten es die Vereine sehr schwer, das am Boden liegende Vereinsleben wieder in Gang zu bringen. Es wird um jedes Mitglied gekämpft. Daher werden wir weiterhin jedwede Unterstützung anbieten, um das Vereinsleben, als wesentliche Stütze unsere Gesellschaft, zu stärken. Eine zeitgemäße Vereinsförderrichtlinie muss auf den Weg gebracht werden.Die Usinger Traditionsfeste wie Laurentiusmarkt, Stadtfest, Sommernachtsfest, Weihnachtsmarkt oder auch die Stadtteilveranstaltungen erhalten weiterhin unsere volle Unterstützung.
Erneuerbare Energien
Die FWG hat sich in den vergangenen Jahren mit dafür eingebracht, großflächig Photovoltaikanlagen (siehe Beispiel Erdfunkstelle), oder Agri PV-Anlagen mit auf den Weg zu bringen und sieht die Erzeugung von nachhaltigen Energien als einen sehr wichtigen Punkt für die eigene Kommune. Aber auch die Förderung privater Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen z.B. in den geplanten Neubaugebieten sollten grundlegend mit einfließen.
Wald
Das katastrophale Waldsterben hat in den heimischen Wäldern sichtbare Lücken hinterlassen. Aber auch im Haushalt haben sich diese Lücken wiedergefunden. Allerdings ist der wirtschaftliche Schaden nach Meinung der FWG nicht größer als der Schaden für die Natur, da es sich in erster Linie um den Verlust von Fichtenmonokulturen handelte und nicht um wertvollen Laubwald. Die Stadt muss die Waldwirtschaft in Zukunft anders denken. Die Zeiten des „Wirtschaftswaldes“ sind vorbei. Große Gewinne werden wir aus dem Wald nicht mehr erzielen können. Der Natur sollte zunächst einmal Zeit haben, sich zu erholen und Aufforstungen sollten nur da vorgenommen werden, wo es vom Standort her wirklich Sinn macht. Viele gerodete Flächen geben nämlich auch vollkommen neue Blicke frei, die man durchaus auch als Bereicherung für das Landschaftsbild bezeichnen kann. Die FWG hält daher zunächst eine maßvolle Aufforstung für den richtigen Weg und ist froh, die Entscheidung für die Eigenbeförsterung vor einigen Jahren mit getroffen zu haben. Wir sind zuversichtlich, gemeinsam mit unserem städtischen Förster die richtige Strategie für die Zukunft unseres Waldes gefunden zu haben.Liebe Bürgerinnen und Bürger die FWG Usingen möchte sich auch in den kommenden Jahren weiterhin für Ihre Wünsche und Bedürfnisse für „unsere Stadt Usingen“ einsetzen. Mit Ihrer Stimme machen wir uns für Sie stark.